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"Reizthema" Pfefferspay - Wiederkehrende Diskussionen über den Einsatz im zivilen Sektor

Veröffentlicht von Combat Capacity am 30.3.2018

Aufgrund der momentan leider stark zunehmenden Gewalttaten auf unseren Straßen (siehe Berichterstattung in den Medien) stellt sich für viele Bürger immer häufiger die Frage, welche legal zu erwerbenden Ausrüstungsgegenstände im Bereich Selbstverteidigung/Selbstschutz im Ernstfall eine wirklich Hilfe darstellen können. Von Seiten der Polizeibehörden (deren Polizisten wir für ihren täglichen Einsatz großen Dank schulden) wird diesbezüglich immer häufiger verlautbart, dass man Pfefferspray im Privatsektor nicht unbedingt für sinnvoll erachte, da der Angreifer dem Opfer das Pfefferspray ja entwenden und dieses dann gegen das Opfer selbst verwenden könne, insbesondere wenn es sich bei der angegriffenen Person um eine Frau handele, welche einem männlichen Angreifer ja per se körperlich unterlegen sei.

Die zuvor genannte Aussage besitzt unserer Meinung nach zumindest keine Allgemeingültigkeit, zumal es bei der Handhabung und dem Gebrauch von Selbstverteidigungs-Utensilien im Privatsektor stark davon abhängt, inwieweit sich Frau oder Mann auf einen solchen Ernstfall vorbereitet hat und in welchem Maße mit dem Gegenstand bereits unter fachlicher Anleitung trainiert wurde. Natürlich macht es beispielsweise nicht unbedingt Sinn, wenn man sich als Frau im Lottogeschäft von nebenan ein Mini-Pfefferspray für 5,95 EUR kauft, dessen Sprühnebel die Ein-Meter-Marke selbst bei günstigen Witterungsverhältnissen nicht überschreitet und dieses (wir bitten den Ausdruck zu entschuldigen) „Billig-Pfefferspray“ dann in den Untiefen der weiblichen Handtasche verschwindet und es selbst im Ruhezustand zehn Minuten dauern würde, dies zwischen zig Kosmetikartikeln oder sonstigen Accessoires wieder herauszufischen. Nun sind wir keine Experten für Damen-Handtaschen und bitten um Nachsicht, falls wir das Ganze etwas übertrieben dargestellt haben, Fakt ist aber: Wenn ich ein Pfefferspray im Notfall nicht sofort griff- und einsatzbereit habe, ist es tatsächlich nutzlos, insoweit sind die warnenden Hinweise der Polizei nicht ganz aus der Luft gegriffen. Und ein Spray mit Sprühnebel (Anm.: Besser eines mit einem Sprühstrahl kaufen, darauf kommen wir gleich zu sprechen) ist gerade im Außenbereich durchaus riskant, da die sich verteidigende Person bei ungünstigen Windverhältnissen den Wirkstoff des Pfeffersprays tatsächlich selbst abbekommen kann, was im Falle eines körperlichen Angriffs durch Dritte natürlich fatale Folgen hat.

Im Gegensatz zu den im vorherigen Abschnitt geäußerten, nicht völlig von der Hand zu weisenden Aspekten eines „Worst Case Pfefferspray-Einsatzes“ gehen wir jedoch davon aus, dass jeder eigenverantwortlich handelnde Bürger grundsätzlich selbst für seinen Schutz verantwortlich ist, wobei dies auch beinhaltet, sich intensiv mit der Materie bzw. dem Selbstverteidigungs-Gegenstand zu befassen. Am Anfang sollte hierbei zunächst einmal der Kauf eines hochwertigen Pfeffersprays stehen, wobei sich der Begriff „hochwertig“ insbesondere auf die Reichweite des Produktes und die Wirksamkeit der darin enthaltenen Mischung bezieht. Empfehlenswert ist aus unserer Sicht beispielsweise das „ Mean Green-Pfefferspray“, welches einerseits einen ballistischen Strahl mit ausreichend Reichweite bietet, und andererseits auch mit einem sehr schnell und aggressiv wirkenden Gemisch ausgestattet ist. An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass wir mit keinem Hersteller eines Pfeffersprays in geschäftlicher Beziehung stehen, unsere Empfehlung beruht rein auf persönlicher Erfahrung bzw. auf Gesprächen mit diversen Personen der Sicherheits-Branche, welches das genannte Pfefferspray bereits im Einsatz hatten. Im Zweifel sollte man sich an ein Fachgeschäft mit geschultem Personal wenden und entsprechend beraten lassen.

Ebenso wichtig wie die Qualität des Produktes ist es natürlich, das Pfefferspray im Ernstfall sofort griffbereit zu haben und dieses entsprechend handhaben zu können. Für sehr empfehlenswert halten wir hierbei auch Schulungen/Seminare/Kurse verschiedener Anbieter, in welchen der Einsatz eines Pfeffersprays unter fachkundiger Anleitung trainiert wird, so dass die entsprechenden Reflexe und Handgriffe im Ernstfall sitzen, wodurch wiederum die Wahrscheinlichkeit für eine effektive Verteidigung gegen einen Angriff deutlich erhöht wird.

Auf Kanälen wie YouTube gibt es zahlreiche Videos hinsichtlich Handhabung und Wirksamkeit von Pfeffersprays, wie beispielsweise dieses hier:

Pfefferspray-Test bei Selbstverteidigungskurs

Des Weiteren erachten wir es als äußerst sinnvoll, in Selbstverteidigungs-Kursen oder wöchentlichen Trainings die eigenen Nahkampf-Fähigkeiten zu schulen und die Handhabung des Pfeffersprays als logische Ergänzung hierzu ausgiebig zu trainieren. Mittlerweile gibt es in fast allen Städten zahlreiche Clubs und Vereine, welche Schulungen auf einem wirklich professionellen Level anbieten. Diesbezüglich einfach mal bei Google schlau machen und sich den passenden Anbieter heraussuchen, es lohnt sich auf jeden Fall.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Einsatz eines hochwertigen Pfeffersprays auf jeden Fall Sinn macht, wenn es darum geht, die eigene Gesundheit im Ernstfall gegen einen unrechtmäßigen Angriff von dritter Seite zu schützen. Neben genereller Aufmerksamkeit für die Umgebung und dem frühzeitigen Erkennen potentieller Bedrohungen sollte der Einsatz eines Pfeffersprays zuvor wenigstens einmal unter professioneller Anleitung trainiert worden und die korrekte Bedienung desselbigen verinnerlicht worden sein.

In diesem Sinne Euch allen eine schöne Zeit und weiterhin viel Spaß und Motivation beim Training!

Zuletzt geändert am: 30.11.2018 um 4:26 PM

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